Ertragsvergleich (12. Feb. 2002)

 

Kollektor Hausdach 20 qm (feststehend, 35 Grad Neigung, Südausrichtung)

und

Kollektor Hütte 20 qm (drehbar, 60 Grad Neigung, exakt zur Sonne ausrichtbar)

 

 

Der Mehrertrag des Hüttenkollektors von 19,67 KWh an diesem Tag entspricht einem plus von 43% am 12.Feb. 2002

 

Vergrößerung der Ertragskurven in KW

 

Ertrag Hausdachkollektor 20 qm feststehend 12.2.02: 45,75 KWh Start: 09:15:00 Uhr Ende: 16:06:00 Uhr

Ertrag Hüttenkollektor 20 qm drehbar 12.2.02: 65,42 KWh Start: 08:13:00 Uhr Ende: 16:02:00 Uhr

 

Erläuterungen zu den Linien der beiden Anlagen Hausdach- und Hüttenkollektor

Der feststehende 35 Grad geneigte Hausdachkollektor fängt 1 Stunde später an zu arbeiten. Der Ertrag steigt kontinuierlich bis mittags an und fällt dann ebenso kontinuierlich wieder ab. Mittags ist der höchste Ertrag. Zu diesem Zeitpunkt ist der Kollektor horizontal (Azimut) genau zur Sonne ausgerichtet. Die Neigung von 35 Grad ist zu dieser Jahreszeit zu flach. Deshalb kommt dieser Kollektor nicht an die Erträge des nachfahrenden, 60 Grad geneigten Hüttenkollektors heran.

Der 60 Grad geneigte, der Sonne nachfahrende Hüttenkollektor fängt 1 Stunde früher an zu arbeiten und hat, wenn der Hausdachkollektor startet, schon fast sein Ertragsmaximum erreicht. Der Ertrag steigt bis ca. 11 Uhr an und hält sein hohes Ertragsniveau bis fast zum Sonnenuntergang.

Aus dem obigen Kurvenverlauf ist auch leicht nachvollziehbar, dass ein kurzfristiger Bewölkungsaufzug in der ertragreichen Mittagszeit für den Hausdachkollektor schwerwiegendere Mindererträge zur Folge hat, als für den nachführbaren Hüttenkollektor, da dieser immer optimal ausgerichtet ist und somit für viele Stunden einen Maximalertrag liefert.
Oft ist es auch so, dass früh morgens der Himmel noch strahlend blau ist und dann während des Tages Wolken aufziehen. Der zur Sonne hin ausrichtbare Hüttenkollektor hat dann aber bereits zumindest das Warmwasser erhitzt.

Die Kollektoren beider Anlagen befinden sich auf der Schattenseite des Gailtales. Ohne die Verschattung der Gailtaler Berge (morgens und nachmittags, bzw. Dezember/Januar) könnte sie Sonnenscheindauer je nach Jahreszeit bis zu 1,5 Stunden länger sein und der Mehrertrag der Solarhütte würde gegenüber der feststehenden Anlage noch höher ausfallen.

Der nachführbare, 60 Grad steile Hüttenkollektor hat an diesem Tag 1 Stunde länger gearbeitet und 43% mehr Ertrag erwirtschaftet.

 

 

Ertragsvergleich (21. Juni 2003)

 

Kollektor Hausdachh 20 qm (feststehend, 35 Grad Neigung, Südausrichtung)

und

Kollektor Hütte 20 qm (drehbar, 60 Grad Neigung, exakt zur Sonne ausrichtbar)

 

 

Der Mehrertrag des Hüttenkollektors von 28,1 KWh an diesem Tag entspricht einem Plus von 59,8% am 21.Juni. 2003

 

 

Vergrößerung der Ertragskurven in KW

 

Erläuterungen zu den Linien der beiden Anlagen Hausdach- und Hüttenkollektor

Betrachten wir die grüne Linie des Hüttenkollektors und die orange Linie des Hausdachkollektors, die den jeweiligen Momentanertrag in KW anzeigen.

Der feststehende 35 Grad geneigte Hausdachkollektor fängt knappe 2,5 Stunden später an und 2,5 Stunden früher auf zu arbeiten. Der Ertrag steigt kontinuierlich bis mittags an und fällt dann abends ebenso kontinuierlich wieder ab. Mittags ist der höchste Ertrag, weil zu diesem Zeitpunkt der Kollektor horizontal (Azimut) genau zur Sonne ausgerichtet ist und auch bezüglich der Neigung (35 Grad) am 24. Mai fast optimal zur Sonne steht (Sonnenwende 21. Juni).

Der 60 Grad geneigte, der Sonne nachfahrbare Hüttenkollektor fängt knappe 2,5 Stunden früher an zu arbeiten und hat, wenn der Hausdachkollektor startet, schon sein Ertragsmaximum erreicht. Der Ertrag steigt bis ca. 10 Uhr an, fällt dann bis mittags wegen der steilen 60 Grad Kollektorneigung nur etwas ab, steigt dann bis 16 Uhr wieder etwas an und hält dort annähernd sei Niveau, bis er dann über 2,5 Stunden später als der Hausdachkollektor sehr rasch abfällt. Der Ertrag des feststehenden Hausdachkollektors ist von 11:30 Uhr bis 14:30 Uhr deshalb höher, weil der 35 geneigte Hausdachkollektor im Juni besser zur sehr hoch stehenden Sonne ausgerichtet ist, als der 60 Grad geneigte Hüttenkollektor. Dieser geringe Ertragsnachteil des Hüttenkollektors um die Mittagszeit ist jedoch im Sommer zu vernachlässigen. Somit hat der nachführbare Hüttenkollektor an diesem Tag 5 Stunden länger gearbeitet und fast 60% mehr Ertrag erwirtschaftet.

Aus dem obigen Kurvenverlauf ist auch leicht nachvollziehbar, dass ein kurzfristiger Bewölkungsaufzug in der ertragreichen Mittagszeit für den Hausdachkollektor schwerwiegendere Mindererträge zur Folge hat, als für den nachführbaren Hüttenkollektor, da dieser immer optimal ausgerichtet ist und somit für viele Stunden einen Maximalertrag liefert. Oft ist es auch so, dass früh morgens der Himmel noch strahlend blau ist und dann während des Tages Wolken aufziehen. Der zur Sonne ausrichtbare Kollektor hat dann aber bereits zumindest das Warmwasser schon erhitzt